Lebensmittel des Monats: Tomaten – mein süßer Gemüsetraum des Sommers

Da erst Anfang der Woche der Tag der Tomate war und noch dazu die Tomate das Lieblingsgemüse der Österreicher ist, habe ich mir gedacht, das wäre der richtige Start für meine Rubrik „Lebensmittel des Monats“.


Wenn ich an Tomaten denke, dann habe ich gleich diesen süßen, fruchtig-fleischigen Geschmack im Kopf und möchte am liebsten sofort einen Tomatensalat essen. Doch Tomaten sind so viel mehr als nur Salat. Ich zaubere aus ihnen die unterschiedlichsten Gerichte und kombiniere sie mit den verschiedensten Lebensmitteln – egal ob süß oder pikant – Tomatensoße, Tomatenquiche, Tomatensuppe, Tomaten-Marillen-Chutney, Tomatenketchup, gefüllte Tomaten uvm. – um nur einige zu nennen. Ihr findet in den folgenden Wochen auch einige der Rezepte hier auf der Homepage.

 

Doch bevor ich euch weiter etwas darüber erzähle, was ich mit Tomaten koche, zuerst ein paar grundlegende Infos über die Tomate:

Oder heißt es doch Paradeiser? Darüber scheiden sich ja bekanntlich die Geister. Ich selbst nenne sie ja Tomate, werde aber regelmäßig von Freunden darauf hingewiesen, dass es bei uns in Österreich Paradeiser heißt. Wie nennt ihr sie?Ich habe dazu recherchiert: Hierzulande werden beide Begriffe verwendet. Das Wort Paradeiser wird jedoch eher in Ostösterreich benutzt, wohingegen die Westösterreicher Tomate sagen. Das Wort leitet sich vom „Paradiesapfel“ ab und stammt noch aus der Zeit als Columbus die Tomate nach Europa bracht.

 

Die Tomate ist ein Nachtschattengewächs und zählt zu den Fruchtgemüsesorten. Und wie ihr sicher wisst, gibt es Unmengen an Sorten – nicht nur die größeren roten Rispentomaten und die kleinen Cocktailtomaten sondern jeder kennt mittlerweile die Raritätenmischungen aus den diversen Supermärkten in denen sich auch violette, gelbe, orange oder grüne Tomaten in jeglichen Größen und Formen befinden. Lt. EU Sortenliste für Gemüse sind alleine in Österreich 49 unterschiedliche Tomatensorten gelistet und EU weit ca. 4.000.

 

Die Tomate wächst bei uns in Österreich von Juli bis September. Ich versuche so gut es geht, regional und saisonal einzukaufen und zu kochen, deswegen gibt es bei mir in den Wintermonaten keine frischen Tomaten. Dann greife ich auf die eingekochte Variante zurück, die übrigens hervorragend schmeckt und das Einkochen funktioniert super.


Wichtiger als der „richtige“ Name sind jedoch die vielen wertvollen Inhaltsstoffe der Tomate. Tomaten haben sehr wenige Kalorien und sind deswegen der ideale Gemüsebegleiter für viele Speisen. Tomaten bestehen zu ca. 94 % aus Wasser und sind reich an Vitaminen (vor allem der B-Vitamine, Folsäure, Carotin und Vitamin C), Mineralstoffen, sekundären Pflanzenstoffen und Fruchtsäuren. Sie können also jederzeit und immer gegessen werden. Ihr müsst nur bei unreifen Früchten etwas aufpassen, da diese den giftigen Inhaltsstoff Solanin enthalten. Aber keine Sorge, dies wird auch nur bei wirklich großen Mengen schlagend und nur bei unreifen Tomaten. Es kann sich durch Bauchschmerzen, Übelkeit oder Kopfschmerzen zeigen. Deswegen am besten auch immer den grünen Strunk der Tomaten entfernen.

 

Zur Lagerung gibt es noch zu sagen, dass Tomaten keine Kälte vertragen und deshalb nicht in den Kühlschrank gehören. Sie verlieren dadurch ihren Geschmack und schimmeln auch schneller. Ich lagere meine Tomaten in einer Schale auf einem Küchenschrank der nicht unmittelbar in der Sonne steht und das funktioniert eigentlich sehr gut. Die Tomaten halten bei mir aber nie sehr lange. ;-)

 

Die Tomate kann man roh genießen oder in jeglicher Form gekocht – mit Nudeln, in einer Quiche, in einer Soße, als Beilage mit anderem Gemüse gemischt, in einem Omelett, in Marmelade, in Chutneys, in selbst gemachtem Ketchup, Tomatenpesto... – (fast) alles was das Herz gegehrt. Sie lässt sich auch hervorragend als Tomatensugo einkochen, damit ihr auch im Winter etwas davon habt.

 

Ein Tipp noch: Wenn ihr die Tomate lieber ohne Haut genießt, schneidet sie auf der Unterseite einfach kreuzförmig ein und blanchiert sie kurz in kochendem Wasser. Dann lässt sich die Haut ganz einfach abziehen und ihr könnt das Fruchtfleisch weiterverwenden.

 

Und jetzt, an die Tomaten, fertig, los – die Saison nutzen und so viele Tomaten wie möglich essen! Rezepte zur Verarbeitung folgen in den kommenden Wochen, es zahlt sich also aus, wenn ihr immer wieder mal vorbeischaut!

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Kommentare: 2
  • #1

    CAMO (Donnerstag, 10 August 2017 20:17)

    Sehr informativ!;) ich sag auch Tomate...:D

  • #2

    Gaumenspielerei (Donnerstag, 10 August 2017 21:12)

    Danke! :-)