Lebensmittel des Monats: Zwetschken – die Vorboten des Herbstes

Zwetschkenkuchen, Zwetschkenknödel, Zwetschkenkompott, Zwetschkenmarmelade… bei diesen Köstlichkeiten kann ich im September einfach nicht widerstehen.

Die Zwetschke ist bei uns zwar schon ab Mitte des Sommers reif, aber für mich ist sie eine typische Frucht des Spätsommers und sobald ich die ersten Zwetschken esse, beginnt für mich der Übergang in den Herbst. Im Laufe der nächsten Wochen findet ihr hier auch wieder einige Rezepte zu dieser herrlichen, regionalen Frucht, damit auch ihr schon eine kleine Einstimmung auf die schönste Zeit des Jahres genießen könnt.

 

Aber was gibt es nun zur Zwetschke zu sagen?

Erst mal hat bei mir etwas Unsicherheit geherrscht ob man nun Zwetschke oder Zwetschge schreibt da im Word Wide Web unterschiedliche Schreibweisen angeführt sind. Da die Schreibart mit g eher bei unseren deutschen Nachbarn angesiedelt ist, bleiben wir dann doch bei der österreichischen Schreibweise mit k. ;-)

 

Die bei uns heimische Zwetschke ist eine Unterart der Pflaumen. Es sind über 2.000 verschiedene Zwetschken- und Pflaumenarten bekannt welche sich in Größe, Farbe und auch im Geschmack unterscheiden. Die bei uns bekannteste Zwetschkensorte ist jene mit einer blau-violetten Schale und einem grünlich-gelben Fruchtfleisch. Ihr kennt das vielleicht auch, dass die Zwetschke meist von einer leicht weißen bzw. wachsähnlichen Schicht überzogen ist. Diese Schicht schützt die Früchte vor dem Austrocknen, man sollte sie also vor der Lagerung nicht herunterwaschen.

Beim Einkauf ist es wichtig darauf zu achten dass diese schützende Schicht noch sichtbar ist. Frisch sind die Zwetschken wenn sie glatt, prall und noch druckfest sind.

Wie das meiste Obst bestehen auch Zwetschken zum Großteil aus Wasser. Außerdem enthalten sie wertvolle Mineralstoffe wie Kalium, Kalzium, Eisen, Magnesium und Zink sowie verschiedene Vitamine wie Provitamin A, Vitamin C und unterschiedliche B-Vitamine. Die Gruppe der B-Vitamine ist elementar, da diese den Stoffwechsel regulieren und aktivieren. Sie sind für Neven, Gehirn und Muskeln besonders wichtig.

Zwetschken können durch die enthaltenen Ballaststoffe auch verdauungsfördernd wirken. Es lohnt sich also, hin und wieder einige Zwetschken zu essen.

Aufpassen sollten nur Diabetiker und Menschen mit Fruktoseintoleranz, da die Zwetschke relativ viel Fruchtzucker enthält.

 

Ein kleiner Tipp: Über Nacht in Wasser eingeweichte Trockenpflaumen sind ein gut wirksames Hausmittel gegen Verstopfung.

 

Da ich selbst auch mal einen Kilo Zwetschken auf einmal essen könnte, stellt sich die Frage wie viele Zwetschken man pro Tag essen sollte? Lt. allgemeinen Empfehlungen zu gesunder und ausgewogener Ernährung sollte man 5 Portionen Obst und Gemüse essen – sprich 3 Portionen Gemüse und 2 Portionen Obst. Somit können diese zwei Portionen pro Tag auch mit Zwetschken abgedeckt werden.

Als eine Portion gilt eine Handvoll. Natürlich kann man schon mal eine größere Portion essen – in Summe zählt ja die Wochenbilanz und ich esse nicht jeden Tag einen Kilo. ;-)

 

Zwetschken können im Kühlschrank super gelagert werden und halten dort ungefähr eine Woche. Wenn man die zuvor genannte weiße Schutzschicht erst kurz vor dem Verzehr abwäscht, sind Zwetschken auch länger haltbar.

Da ich Zwetschken auch im Winter noch genießen will, friere ich immer einen Teil ganze Früchte für Zwetsckenknödel ein. Einen weiteren Teil halbiere und entsteine ich vor dem Einfrieren für Zwetschkenröster oder ähnliches.

 

Wofür verwende ich nun die Zwetschke? Ich verarbeite sie in diversen Kuchen (Streuselkuchen, Blechkuchen, Tartes), ich mache Kompott, pikante Chutneys und Marmelade, ich gebe sie frisch und roh in den Obstsalat oder ins Müsli in der Früh und NATÜRLICH mache ich Zwetschkenknödel. Wie könnte es anders sein. Einige der Rezepte findet ihr in den nächsten Wochen auch auf meiner Homepage.

 

Und jetzt bleibt mir nur noch euch einen schönen Start in den Herbst zu wünschen – mit den süßesten Vorboten die es gibt!

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