Lebensmittel des Monats: Hirse - das heimische Superfood

(c) joannawnuk/123rf.com
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(Das Lebensmittel des Monats Oktober ist die Hirse. Dieses heimische Superfood ist voller gesunder Nährstoffe und schmeckt süß und pikant zubereitet gleichermaßen gut.

 

Schon etwas in Vergessenheit geraten, ist Hirse eigentlich ein tolles Lebensmittel. Aber was ist Hirse eigentlich? Wie kann ich Hirse zubereiten? In welchen Gerichten schmeckt Hirse am besten?

 

Hirse zählt zu den ältesten Getreidesorten und wurde schon vor tausenden Jahren in der Küche verwendet. Sie zählt zu der Gattung der Spelzgetreide und muss daher vor dem Verzehr bzw. bevor sie in den Handel kommt von den Spelzen (= die trockenhäutigen Hochblättchen in der Ähre) und der harten Fruchtschale befreit werden.  Hirse wird in vielen Ländern angebaut – neuerdings auch vermehrt in Österreich. In vielen Ländern, vor allem in Asien und Afrika, zählt Hirse zu den Hauptnahrungsmitteln.

 

Hirse kann man als ganze Körner oder als Mehl, Schrot, Grieß oder Flocken im Supermarkt kaufen. Bei den Sorten unterscheidet man zwischen Gelb- und Braunhirse. Die Gelbhirse ist die gängigere Variante in unseren Breitengraden und wird auch als Goldhirse bezeichnet. Die Braunhirse ist von Rot-Orange zu Rot bis hin zu Braun oder Schwarz.

 

Hirse ist nicht nur für Diabetiker und Menschen mit Glutenallergie (Zöliakie) ein willkommenes Getreide, sie enthält auch sehr viele wertvolle Nährstoffe, vor allem Mineralstoffe wie Eisen und Magnesium. Hirse ist hilfreich für die Blutbildung (Eisen), den Hautstoffwechsel, das Wachstum von Haaren und Nägeln und schätzt die Darmschleimhaut. Desweiteren unterstützt Hirse den Körper bei der Entgiftung und kann als Hirsekissen z.B. bei Muskelschmerzen eingesetzt werden. Die Kieselsäure, welche in Form von Silizium in der Hirse steckt, fördert die Elastizität und Spannkraft des Bindegewebes (toll gegen die ungeliebte Cellulite!). Um speziell das Eisen in der Hirse besonders gut aufnehmen zu können, sollte diese mit Vitamin-C haltigen Lebensmitteln kombiniert werden (Obst, Zitrone etc.). Hirse ist außerdem ein super Eiweiß-Lieferant – also wirklich ein wahres (regionales) Superfood!

 

Beim Kauf achtet ihr am besten darauf heimische Hirse zu kaufen – einfach auf der Verpackung nach dem Herkunftsland suchen.

 

Hirse ist einfach zuzubereiten. Kurz vor dem Kochen wascht die Hirse kurz unter fließendem Wasser, dann wird die Hirse in der doppelten Menge Wasser ca. 15 Minuten gekocht. Anschließend bitte noch ca. 15 bis 20 Minuten bei zugedecktem Topf quellen lassen und – wenn möglich – nicht umrühren, damit die Hirse nicht matschig wird!

 

Gelagert wird Hirse am besten lichtgeschützt in einem verschlossenen Gefäß, wie z.B. in einem Glas.

 

Was kann man nun mit Hirse machen?

 

Wie bereits erwähnt, kann Hirse vielfältig eingesetzt werden – egal ob süß oder pikant. Angefangen beim Frühstück mit einem süßen Hirsebrei oder einem Müsli mit Hirseflocken und Obst, bis zu einem gesunden Mittag- oder Abendessen mit Hirse als Beilage, Hirsesalat, Hirsepfanne mit Gemüse, Hirselaibchen, gefülltes Gemüse mit Hirse uvm. – deiner Kreativität sind keine Grenzen gesetzt!

 

Einige tolle Rezepte gibt es wie immer in den nächsten Wochen hier zu finden – und nun, lasst es euch schmecken!

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