Lebensmittel des Monats: Leinsamen - der kleine Wundersamen

Superfood ist schon seit längerer Zeit in aller Munde. Ich finde, es müssen nicht immer Chia-Samen & Co. sein, auch unsere regionalen Lebensmittel bieten die gleiche Power.

Für die Rubrik Lebensmittel des Monats Februar habe ich mir deswegen für euch den Leinsamen genauer angeschaut. Meiner Meinung nach oftmals als unscheinbar abgetan, steckt viel mehr in ihm als nur ein Müslitopping.  

 

Wir alle kennen Lein als kleine Samen oder fein geschrotet. Es handelt sich bei der Pflanze um eine alte Kulturpflanze, die auch Flachs genannt wird. Den genauen Ursprung kann man nicht mehr zu 100 % nachvollziehen, aber in Österreich wächst Lein z.B. im Mühlviertel und wird dort von einigen Bauern angebaut.

Alle wichtigen Inhaltsstoffe befinden sich in den Samen – bekannt als Leinsamen – und dort vor allem in der Schale. Leinsamen sind reicht an verschiedenen Ballaststoffen, gesunden Fetten, Eiweiß sowie B-Vitaminen.

Beim Leinsamen sind besonders die Ballaststoffe bzw. verschiedene Schleimstoffe sowie die enthaltenen Omega-3-Fettsäuren hervorzuheben.

 

Gerade die Ballaststoffe und Schleimstoffe können bei Verdauungsproblemen und Darmproblemen sehr hilfreich sein. Sie binden im Darm Wasser, quellen auf und vergrößern somit das Volumen des Darminhalts. Dies regt die Verdauung an. Durch die enthaltenen Öle wird auch der Darminhalt schneller weitertransportiert. Leinsamen ist somit auch ein natürliches Mittel gegen Verstopfungen. Wichtig ist nur wenn Leinsamen bei Verstopfungen einsetzten wollt, dass auch genügend getrunken wird (mind. 1,5 Liter am Tag) damit der gewünschte Effekt einsetzt. Wird zu wenig getrunken, können sich die Schleimstoffe im Darm schlimmstenfalls verkleben. Nehmt dann auch besser die geschrotete Form, denn durch das Zerkleinern werden mehr Öle freigesetzt.

 

Omega-3-Fettsäuren sind bekanntlich sehr gut für den Cholesterinspiegel da sie das gute und das schlechte Cholesterin ausgleichen. Sie sind auch gut für eure Zellen, den Stoffwechsel, den Blutdruck und sie sind wichtig als Energieträger. Bekanntlich steckt das meiste davon in Fisch wie z.B. Thunfisch, Sardinen oder Lachs. Da hier aber das Problem der Überfischung der Meere ins Spiel kommt und dadurch Fische eigentlich gar nicht mehr so viel Omega-3-Fettsäuren haben, ist Leinöl eine gute Alternative.

Hier kann man einfach einen Esslöffel in den Salat geben, einen Schuss ins tägliche Müsli oder das Öl sonst irgendwo untermischen. Wichtig ist nur, dass ihr Leinöl nicht erhitzt und nur bei kalten Speisen verwendet.

 

Leinsamen sind sehr kalorienreich aufgrund des hohen Fettgehalts, deswegen solltet ihr mit der Menge etwas sparsam umgehen.

Die Samen können ohne Probleme in einem verschlossenen Glas aufbewahrt werden. Geschrotete Samen solltet ihr in den Kühlschrank geben. Dort halten sie aber durch die freigesetzten Öle auch nur kurze Zeit.

Ebenso sollte auch Leinöl im Kühlschrank gelagert werden, da es schnell ranzig werden kann. Es hält üblicherweise geöffnet nur einige Wochen. Deswegen sollte man immer nur sehr kleine Flaschen kaufen.   

 

Für was verwende ich nun Leinsamen?

Neben dem üblichen, wie dem Topping fürs Frühstücksmüsli, nehme ich Leinsamen auch für diverses Gebäck oder Brot, ich mache damit Müsliriegel, mixe sie in Smoothies oder streue sie über Salate.

Für euch werde ich in den nächsten Wochen aber auch Leinsamenmehl testen bzw. versuchen damit einen veganen Pizzateig herzustellen. Seid gespannt!

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