Lebensmittel des Monats: Spargel - die vitaminreichen Super-Stängel

Endlich sind wir wieder mitten in der Spargelsaison! Wie könnte es also anders sein, als dass ich mir als Lebensmittel des Monats Mai dieses herrliche Gemüse ausgesucht habe. Ich sehne diese paar Wochen jährlich herbei, da ich mich immer auf die unterschiedlichen Gerichte mit Spargel freue.

 

Doch nicht nur mir geht es so. Spargel ist eine der beliebtesten Gemüsesorten im Frühling, deswegen habe ich mir für euch dieses tolle Gemüse etwas genauer angesehen.

 

Spargel aus heimischem Anbau steht uns von ungefähr Mitte April bis Ende Juni zur Verfügung. Ab dem 24. Juni ist die Spargelzeit zu Ende und die Pflanzen haben Zeit sich auf die nächste Saison vorzubereiten. 

Wir kennen den gängigen weißen und grünen Spargel. Doch es gibt auch violetten Spargel, der seit einiger Zeit auch in Österreich angebaut wird. Was auch ich bis jetzt nicht wusste – weißer und grüner Spargel sind keine unterschiedlichen Sorten. Sie unterscheiden sich nur im Anbau. Weißer Spargel wächst unter der Erde und bleibt deswegen hell (auch Bleichspargel genannt), wohingegen der grüne und auch der violette Spargel an der Erdoberfläche wächst. Durch das Sonnenlicht bilden sie den Farbstoff Chlorophyll und bekommen somit Farbe.

Vielleicht geht es euch ja auch so wie mir, aber mir schmeckt der grüne Spargel noch um einen Tick besser als der weiße. Der weiße Spargel ist im Geschmack eher mild, der grüne Spargel hingegen speckt etwas kräftiger.

 

Spargel ist ein sehr kalorienarmes Gemüse, es hat nur zirka 18 Kilokalorien pro 100 Gramm. Für all diejenigen unter euch die schon fleißig an der Bikinifigur arbeiten somit ein Top-Gemüse. Er enthält außerdem noch viele Mineralstoffe wie Kalium, Kalzium, Folsäure, Magnesium und die Vitamine C, E, B1 und B2, eine wahre Vitaminbombe. Wenn ihr jedoch erhöhte Harnsäurewerte haben sollte, dann esst ihn nur in Maßen, da er einen relativ hohen Harnsäuregehalt hat.

 

Wie erkennt man nun frischen Spargel?

Spargel ist grundsätzlich sehr empfindlich. Am besten schmeckt er wenn man ihn noch frisch gekauft zubereitet. Je länger Spargel gelagert wird, desto schlechter ist die Qualität – und desto weniger Inhaltsstoffe sind enthalten. Frischer Spargel glänzt leicht, hat einen geschlossenen Kopf und sieht knackig aus. Die Stangen sind fest und wenn man sie aneinander reibt, dann quietschen sie. Auch die Schnittstellen sollten immer leicht feucht und saftig aussehen.

Den Spargel solltet ihr kühl, dunkel und feucht lagern. Schlagt ihn am besten in ein feuchtes Küchentuch ein, so ist er im Kühlschrank zwei bis drei Tage gut haltbar. Grünen Spargel kann man auch stehend in einem Gefäß mit etwas Wasser im Kühlschrank lagern. Das funktioniert toll um ihn frisch zu halten. Und wenn ihr auch nach dem 24. Juni noch Spargel genießen wollt, dann friert euch einfach welchen ein. Dafür einfach die Stangen waschen und schälen (weißer Spargel) und dann in einer Dose oder einem Gefrierbeutel einfrieren. Auf keinen Fall vorkochen bzw. blanchieren, sonst wird er nur matschig.

 

Spargel kann vielfältig zubereitet werden. Frischen Spargel kann man sogar roh essen.

Der Klassiker für weißen Spargel ist Sauce Hollandaise. Ich verwende Spargel lieber zu Nudeln, als Suppe, in Salaten, Gemüsepfannen oder in einer Quiche. Bei Spargel gibt es viele Möglichkeiten, je nachdem was das Herz gerade begehrt. Grüner Spargel muss im Gegensatz zu weißem auch meist nicht geschält werden. Man schneidet einfach nur das untere, eventuell holzige Ende weg. Nur wenn die Stangen sehr dick und unten schon heller sind, dann kann man das untere Ende etwas schälen.

Ein kleiner Tipp noch: Wenn ihr beim Kochen von weißem Spargel auch einen Schuss Zitronensaft dazu gebt, dann bleiben die Stangen schön weiß.

 

Und jetzt ab an den Kochtopf und lasst euch den Spargel schmecken! Die nächsten Wochen gibt es von mir wieder einige köstliche Rezepte dazu.

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