Sommer im Glas

(c) monticello/123rf
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Im Garten erfreuen wir uns derzeit an dem vielen frischen

Obst und Gemüse. Damit die Köstlichkeiten des Sommers auch in der kalten Jahreszeit Freude bringen, habe ich mich für euch mit dem Thema Einkochen bzw. Einmachen beschäftigt.

 

Beim Einmachen bzw. Einkochen sprechen wir über das

Haltbarmachen von Lebensmitteln. Einmachen bzw. Einkochen kann man eigentlich fast alles aus dem Garten. Ihr könnt Gemüse in Essig oder Öl einlegen, Tomatensugo einkochen, diverse Marmeladen oder Chutneys herstellen, Obst- oder Gemüseessige machen, Kompotte, Pesto oder Sirup herstellen. Der Fantasie sind (fast) keine Grenzen gesetzt.

 

Aber was wird jetzt am besten wie haltbar gemacht?

 

Eingangs eine Erklärung zu den Begrifflichkeiten, denn man hört immer wieder vom „Einmachen, Einkochen oder Einlegen“. Aber was ist denn nun was?

 

Die Sterilisation von Lebensmitteln nennt man Einkochen, das Pasteurisieren der Zutaten wird Einmachen genannt. Beim Einkochen gibt man die Zutaten direkt in ein Glas und erhitzt dieses in einem geschlossenen Topf. Durch das Einkochen bleiben die Lebensmittel am längsten genießbar, denn beim Auskühlen der Gläser bildet sich unter dem Deckel ein konservierendes Vakuum und dadurch werden die Lebensmittel geschützt und haltbar.

(c) Yuliia Lypai/123rf
(c) Yuliia Lypai/123rf

Beim Einmachen hingegen werden die Lebensmittel zuerst

gekocht und dann noch heiß in Gläser gefüllt. Die geschlossenen Gläser dreht man auf den Kopf und dadurch entsteht das schützende Vakuum im Glas. Das Einmachen ist die schnellere Alternative und auch für Einsteiger geeignet.

 

Als dritte Variante gibt es noch das Einlegen. Dabei wird

z.B. Gemüse in Essig oder Öl eingelegt und dadurch haltbar gemacht. Beim Einlegen bleiben auch die meisten Vitamine erhalten.

 

Ein weiteres wichtiges Thema ist das „richtige Glas“. Ihr kennt die typischen „Weck-Gläser“ mit Gummiring und zwei Spangen. Die

Alternative dazu bilden Spannbügelgläser, bei denen der Decken schon am Glas befestigt ist. Meine Favoriten sind aber die klassischen Schraubgläser, da man sie nach dem Öffnen auch wieder gut verschließen kann. Dafür muss man auch nicht jede Saison neue Gläser kaufen, sondern man kann über das Jahr hinweg Schraubgläser sammeln, gründlich auswaschen, sterilisieren und wiederverwenden.

 

Wichtig ist, dass ihr, egal welches Glas ihr verwendet, dieses immer ausreichend sterilisiert bevor ihr es befüllt. Dadurch habt ihr

lange etwas von eurem „Sommer im Glas“ und es kann kein Schimmel entstehen.

(c) Nataliia Peredniankina/123rf
(c) Nataliia Peredniankina/123rf

Ihr könnt die Gläser im Backofen sterilisieren – dafür

stellt die geöffneten Gläser bei 180 Grad für 10 Minuten in den Backofen und wartet bis sie wieder ausgekühlt sind. Oder ihr übergießt die Gläser mit, zuerst warmen, dann kochendem Wasser und lasst diese auf einem Geschirrtuch trocknen.

 

Wenn die Gläser vorbereitet sind, kann es auch schon

losgehen.

 

Nehmt das Gemüse oder Obst eurer Wahl und verarbeitet es nach euren Wünschen zu Marmelade, Chutney, Pesto und Co – wichtig ist: Nehmt nur reifes Obst oder Gemüse und arbeitet sauber, damit ihr lange etwas davon habt!

 

Die fertigen Gläser oder Flaschen lagert ihr am besten an einem kühlen, dunklen Ort, dann habt ihr auch an kalten Herbst- oder Wintertagen noch Freude an euren selbst eingemachten Lebensmitteln.

 

Hier findet ihr einige Rezepte wie z.B. Tomatensugo, Tomaten-Rosmarin-Essig oder Zitronen-Basilikum-Sirup. Eurer Kreativität sind aber keine Grenzen gesetzt!

 

Probiert nicht alltägliche Kombinationen und tobt euch einfach mit der Vielfalt

des Gartens nach Herzenslust aus!

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